Bisher Erreichtes:

Wenn die Kraniche ziehen Januar/Februar 2021

Haben sie schon einmal einen Kranich gesehen oder ist ihnen je schon mal einer zugeflogen?

Dann können sie sich glücklich preisen !

Gelten diese herrlichen Vögel doch in China und Japan als Symbole für langes Leben, Weisheit, das Alter und Gesundheit. Wer wünscht sich das nicht?

Im Christentum bedeuten sie Liebe und Treue, Güte und Rechtschaffenheit.Wer wäre davon nicht gerne umgeben?

In Schweden werden Kraniche als Vorboten des Frühlings und Zeichen der Erneuerung gesehen. Wer sehnt sich an trüben Januartagen nicht danach?

Wir haben keine echten Kraniche hierher in unsere Stadtteile locken können. Aber wir haben zahlreiche bunte Vögel aus Origami Papier gefaltet und mit Botschaften versehen. Wenn ihnen ein solcher zufliegt, nehmen sie ihn gerne mit nach Hause ! Er bringt Leichtigkeit und gute Laune in ihr Heim und lässt das Frühjahr erahnen.

Wenn auch sie etwas mit Leichtigkeit und guter Laune in unseren Stadtteilen bewegen wollen, dann nehmen sie gerne mit uns Kontakt auf. Sie finden unsere Gruppe auf der homepage www.gutleben-beibu.de unter „Begegnungsstätte „.Wir freuen uns, wenn sie uns zufliegen!


Die Kraniche am Bücherschrank in Beiertheim
Fotos: Barbara Eichler


Die Tulpenzwiebel im November

November- die Tage werden kürzer, die meisten Blumen sind verblüht, die Bäume haben ihre Blätter abgeworfen, es wird kalt und naß, die Menschen ziehen sich in ihre Wohnungen zurück, wir gedenken der Toten. Das kann manche Mitmenschen ziemlich runterziehen.

Da begegnet einem unverhofft in einer Tüte zusammen mit einem Gedicht eine kleine, unscheinbare Tulpenzwiebel. Was kann sie uns zeigen?

Die Tulpenzwiebel verbringt den Winter unsichtbar in der Erde und sammelt Kraft, um dann im Frühjahr langsam empor zu wachsen, in ihrer je eigenen Farbe zu erblühen, uns Menschen zu erfreuen und die Bienen anzulocken.

Als kleine Mutmacher haben wir im November zahlreiche Tüten mit einer Tulpenzwiebel und einem Gedicht in Beiertheim und Bulach verteilt:

an Nachbarn, Passanten, Kindergartenkinder und über Pflegedienste an ältere Mitbürge. Außerdem kamen viele verschiedenartige Frühlingsblumenzwiebeln in die Erde rund um den Bücherschrank in Beiertheim und rund um das Stefanienbad.

So sind wir gespannt, welche Frühlingsboten bald auftauchen als einzelne Schönheiten in Töpfen oder in Gruppen in ihrer wunderbaren Vielfalt.

Das blühende Leben in Beiertheim und Bulach!

Foto: Barbara Eichler


 Fußgänger-Rallye am 24. Oktober 2020

Ach, verreisen, wie schön wär´ das denn! Raus aus dem Gewohnten, Unbekanntes und vielleicht Geheimnisvolles entdecken, neue Menschen kennenlernen. Vorfreude, Pläne machen, Landkarten studieren, Kofferpacken, sich auf den Weg machen……Achjaaa, wäre das schön! Aber wie das denn mit den Coronanachrichten aus aller Welt?

Da will man sich ja noch nicht mal wirklich in den Zug setzen!

Zum Glück brauchte man das auch nicht bei der Entdeckungsreise am 24.10.20 durch unsere beiden Stadtteile, zu Fuß, mit leichtem Gepäck, Smartphone und Stift inklusive. Wie? Unbekanntes? Geheimnisvolles? Neue Menschen? Vorfreude? In Beiertheim, in Bulach?

Geht alles, und ganz besonders dann, wenn die Gruppe „Begegnungsstätte für Jung und Alt“ sich der Sache annimmt. Von der ersten Idee bis zur Realisierung dauerte es zwar schon ein paar Wochen. Um im Gewohnten Unbekanntes zu finden, spazierten wir mit offenen Augen und Ohren mehrmals durch unser Quartier, befragten Menschen am Wegesrand, Freunde und Bekannte, Geschäftsinhaber, die Feuerwehr und auch den Herrn Pfarrer. Bald standen unsere beiden Reiserouten fest, eine nördliche und eine südliche sollte es geben, nicht zu umfangreich und zu weitläufig, aber mit gleich viel Attraktionen UND mit einem gemeinsamen Ausgangs- und Endpunkt.

Das städtische Ordnungsamt gab wohlwollendes Einverständnis, das Kinderbüro stiftete die kleine Belohnung, die Schulen und Kindergärten öffneten ihre Tore für unser Ankündigungsplakat. Der kleine Reiseführer wurde professionell gesetzt und gedruckt und viele weiteren helfenden Hände sorgten für die Ausstattung der Reisestationen. Und am Vormittag des 24.10.war es dann soweit: 18 kleinere und größere Reisegruppen starteten am Wäscherinnenbrunnen. Wer die nördliche Route gewählt hatte, kam nach 90 Minuten und gut gefülltem Notizblock und vielen Fotos am Endpunkt unterm grünen Schirm beim ROKA an und wusste nun gut Bescheid über die Vielzahl der Fachwerkhäuser, von Inschriften auf Wänden und Tafeln, den alten Oberleitungen für die Straßenbahn, geheime Gänge, vergessene Kaugummiautomaten und Gutselkörbchen und vor allem, dass Beiertheim eine wunderbare Tischler-Schreinerwerkstatt hat, in die man an diesem Tag reinschauen durfte.

Die, die Südroute gewählt hatten, lernten die Künstlerkolonie der „Neuen Schule“ kennen, durften auf dem Bulacher Spielplatz ihr eigenes kleines Kunstwerk herstellen, zündelten vorm Feuerwehrhaus und brachten dem Rathausmond ein Ständchen. Dass der Bienenkönig von Bulach auch auf eine Riesenglocke im Pfarrgarten aufpasst und der Schnapsbrenner Bücher schreibt und die Waschfrauen schon Kaffee bei der Arbeit tranken, war ja ganz unbekannt. Und, alle Teilnehmenden hatten neue Menschen kennengelernt. Der grüne Schirm, das „Markenzeichen“ unserer Straßenaktionen, jedenfalls ist jetzt mit vielen frischen Namensbändchen geschmückt. Wir haben tatsächlich mal wieder „angebändelt“.

Fotos: Barbara Eichler


Foto: Veronika Drechsler

Ein Parkcafé in Beiertheim ?!

Schon lange träumen wir von einem Stadtteilcafé in Beiertheim – Bulach …

Der Parking Friday am 18. September ließ diesen Traum für vier Stunden Wirklichkeit werden.

Statt parkender Autos auf vier grauen Parkplätzen standen in der Marie-Alexandra-Straße mittags auf einmal Tische, Stühle, Bänke, Liegestühle und jede Menge Blumenkübel! Wie von Geisterhand dort hingestellt.

Doch damit nicht genug: gute Geister aus der Nachbarschaft brachten leckere Kuchen und vorzügliche Törtchen, eine gigantische Kaffeemaschine voll mit aromatischen Kaffeesorten und kleine Fläschchen mit kühlen Getränken.

Sogar Teppiche aus Kreide wurden auf dem Gehweg ausgebreitet und von diversen Jung-Designern gestaltet.

Von diesem Ambiente magisch angezogen strömten die neugierigen Gäste herbei: Menschen aus Bulach und Beiertheim, kleine, große, alteingesessene, neuzugezogene, bisher unbekannte, die zu Bekannten wurden. Bald schon war das typische Café-Gespräche-Geräusch zu vernehmen.

Als Zeichen, dass man sich an diesem Nachmittag verbandelt hat, konnte jeder Gast ein Band mit seinem Namen an den Sonnenschirm anknöpfen.

„Es lag ein Hauch von Glück in der Luft an diesem Nachmittag“, meinte Nadja Stemmer am Abend, nachdem das Café ebenso schnell, wie es aufgebaut war, wieder verschwand.

Doch schon jetzt sei versprochen: Das Parkcafé wird wieder erstehen am dritten Freitag im September 2021!


Gute-Nacht-Geschichten in Beiertheim und Bulach am 1. und 2. und am 8. und 9. September 2020

An vier lauen Sommerferienabenden konnten junge und junggebliebene Bulacher und Beiertheimer den Tag mit Gute-Nacht-Geschichten ausklingen lassen.

Rund um die Tischtennisplatten beim „Schlangenspielplatz“ in Beiertheim, unter den herrlichen alten Bäumen oder in der „Arena“ auf dem Bulacher Spielplatz fanden die zahlreichen Zuhörer mit Abstand gute Plätze. Sie lauschten aufmerksam den Geschichten vom kleinen Flughund Stellaluna, vom schlauen Bauer Beck oder vom Umzug des Maulwurfs Grabowski.

Allen Beteiligten hat es so viel Spaß gemacht, dass nach der Premiere bestimmt weitere Lesungen folgen werden.


Foto: Christine Dörner
Vorlesen Beiertheim
Foto: Barbara Eichler
Vorlesen Beiertheim
Foto: Christine Dörner