Allgemeines

Januar 2023: Beitrag in den Bürgerheften Beiertheim und Bulach

Hier ein Jahresrückblick zu dem, was wir 2022 unternommen haben:

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November 2022: Beitrag in den Bürgerheften Beiertheim und Bulach

Aktuelles aus dem Bündnis:

Wir gehören zu den besten Quartiersprojekten bundesweit – Spitzenplatz beim Pflegeinnovationspreis

Wir haben uns beim „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe 2022“ beworben. Bei dieser bundesweiten Ausschreibung haben wir es im Oktober auf Anhieb ins Spitzenfeld geschafft: auf die Shortlist der aktuell besten fünf Quartiersprojekte Deutschlands. Die acht Jurymitglieder waren hochkarätig mit Vertretern aus Gesundheit, Politik und Wirtschaft besetzt. Auch die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Claudia Moll wählte mit aus.

Die Jury schrieb uns: Die Jury ist besonders beeindruckt vom starken Fokus auf Vernetzung – d. h. dass sich Bürgervereine und Kirchengemeinden zusammengeschlossen haben – ein wichtiger Gelingensfaktor. Überzeugend fand sie auch das konsequent partizipative Vorgehen. Darüber hinaus fanden sie es toll, dass sich „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“ am Leitbild der „sorgenden Gemeinschaft“ orientiert, wie im Achten Altersbericht der Bundesregierung vorgeschlagen. Wir freuen uns sehr darüber. Die Urkunde hängt im Café Bändel.

Diese Auszeichnung haben wir der guten Kooperation im Bündnis, unseren tatkräftigen Ehrenamtlichen und der Kooperation mit der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe zu verdanken. Der Stadt Karlsruhe verdanken wir, dass wir vom Land Baden-Württemberg und der Allianz für Beteiligung durch das Programm „Quartiersimpulse“ gefördert und die Prozessbegleitung durch die renommierte Gerontologin Cornelia Kricheldorff haben. Gemeinsam mit ihr haben wir das Rahmenkonzept „Pflege und Versorgung in unseren Stadtteilen“ mit der Versorgungskette erarbeitet und setzen das Stück für Stück um.

Bürgermeister Dr. Martin Lenz gratulierte und schrieb, wir seien „mit unserem Projekt „Wegbereiter für die Stadt, wie die Themen „gute Pflege im Quartier“ und „neue Wege der offenen Altenarbeit“ in den Karlsruher Stadtteilen gemeinsam (weiter) entwickelt werden können.“

Christine Dörner

Pflege und gelebte Nachbarschaft in Beiertheim und Bulach

Sie erinnern sich sicher, dass im Sommer dieses Jahres an verschiedenen Orten in Beiertheim und Bulach ein kleiner Fragebogen zu den Themen Pflege und Nachbarschaftshilfe aufgetaucht ist. Vielleicht sind Sie auch unmittelbar angesprochen worden, sich an der Befragung zu beteiligen, die ja auf wichtige Aspekte, vor allem für die älteren Bewohner*innen, in den beiden Quartieren zielte.

Beteiligt haben sich insgesamt 183 Personen, mit einem deutlich überproportionalen Anteil von Männern in den Altersgruppen bis 70 Jahre in Bulach. In den anderen Altersgruppen ist die Verteilung zwischen den beiden Quartieren Beiertheim und Bulach nahezu ausgeglichen. Bezogen auf alle Altersgruppen haben sich Frauen mit 56% aller Befragten stärker an der Befragung beteiligt als Männer mit 44%. Am stärksten war die Beteiligung in den beiden Altersgruppen 51-70 Jahre und 71-85 Jahre, also bei den Personengruppen, für die das Thema als pflegende Angehörige oder auf Grund eigener Betroffenheit eine hohe Bedeutung hat.

Rund 68% der Befragten gaben an, in ihrem Wohnquartier alt werden zu wollen. Weitere 29% machen das von der Versorgungssituation vor Ort anhänge. Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag zur Verbesserung der Situation und der Angebote zur Pflege vor Ort.

Eine sehr hohe Bedeutung für rund 65% der Befragten haben die Wahrung von Autonomie und Selbstbestimmung, auch bei Einschränkung und Hilfebedarf – für rund 74% von ihnen ist die Selbständigkeit im Alltag sehr wichtig.

Das Bild der Sozialräumlichen Versorgungskette, auf dem auch das im Jahr 2021 entwickelte „Rahmenkonzept Pflege in Sozialraum und Quartier – Strukturen und Unterstützungsformen für Beiertheim und Bulach“ basiert und das darauf setzt die verschiedenen Angebote wie die Glieder einer Kette ineinander greifen zu lassen und sie miteinander zu verbinden, scheint für die Bedürfnisse der Menschen in Beiertheim und Bulach wirklich passgenau zu sein. Die Erwartungen und Wünsche, die in der Befragung bezüglich der Absicherung von Pflegesituationen geäußert wurden, sind vielfältig und bilden genau diese Bandbreite möglicher Unterstützungsangebote ab.

Eine große Bedeutung wird dabei den sozialen Netzwerken und auch den Orten der Begegnung sowie den Treffpunkten in den Quartieren zugeschrieben. Bei der Frage der Bedeutung digitaler Formen der Vernetzung waren die Antworten weniger einheitlich, wobei aber auch die digitale Form der Pflege von Kontakten für 69% sehr wichtig oder wichtig ist. 

Die Fragen nach der Bedeutung von Nachbarschaftshilfe zeigen, dass damit einerseits große Erwartungen verknüpft sind – rund 89% der Befragten setzen unter anderem darauf. Andererseits ist die Bereitschaft Nachbarschaftshilfe zu leisten hoch – rund zwei Drittel der Befragten sind dazu bereit, davon rund 25% mit der Erwartung einer bezahlten Form semiprofessioneller Hilfe im Alltag. Eine entsprechende Schulung für künftige Nachbarschaftshelfer*innen in Beiertheim und Bulach hat am 5. November 2022 begonnen – auch das orientiert an den in der Befragung geäußerten Wünschen und Bedarfen.

Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff

Adventsfenster in Beiertheim-Bulach seit 1. Advent

Das dritte Beiertheimer-Bulacher Adventsfenster hat am 1. Advent begonnen. Sie waren sicher auch schon bei einer der schönen Adventsveranstaltungen, die täglich zwischen 18:00 und 19:00 in Beiertheim oder Bulach stattfinden – endlich wieder persönlich vor Ort! Den Ort des Tages finden Sie auf unseren Homepages und den Plakaten, die u.a. in den Schaukästen und in den Läden hängen.

Das Café Bändel: ein beliebter Treffpunkt

Das Café Bändel ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für Nachbarn aus Beiertheim / Bulach und weit darüber hinaus. Nicht nur die Kuchen begeistern, sondern auch wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen, über die sie sich auf unserer Webseite informieren können.

Café Bändel, Breite Straße 58, geöffnet Mittwoch bis Sonntag 10 – 18 Uhr, www.cafebändel.de

Rollatorenspaziergang im goldenen Oktober

Goldener Oktober: Da tut ein Spaziergang mit Menschen, die auch nicht mehr so gut zu Fuß sind, richtig gut. Wir sind am Café Bändel gestartet zu einem Gang durchs Viertel.  „Dies schöne Haus und den Weg hab´ ich bisher noch gar nicht gekannt, obwohl ich schon so lange hier in Beiertheim wohne“! Ja, so kann’s kommen, wenn man gemütlich mit dem Rollator durch die Gegend schlendert und neugierig bestaunt, was am Wegesrand zu finden ist. Zum guten Ende kann man sich in der Sonne draußen im Café Bändel noch bei Kaffee und Kuchen austauschen kann.  Diesmal u.a. über die Erfahrungen mit guten und weniger guten Hörakustikern.

Die Rollatorenspaziergänge finden ab Januar 2023 wieder jeden letzten Donnerstag im Monat statt. Im neuen Jahr starten wir am 26. Januar um 11:00 in „alter Frische“.

Kontakt: Rosa Buchwald-Sätje: 0173/ 65 43 159 und Elisabeth Webler: 0721/ 830 70 60

Text: Elisabeth Webler

Sechste Beiertheimer-Bulacher Zukunftswerkstatt

Am Samstag den 24. September 2022 kamen in der Grundschule in Bulach rund 40 Menschen zur 6. Zukunftswerkstatt zusammen, um über Zukunftsperspektiven und die konkreten Vorhaben in Beiertheim und Bulach zu diskutieren. Eingeladen hatte unser Bündnis zusammen mit der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe. Das Besondere an dieser Zukunftswerkstatt war, dass die bereits Engagierten, neue Interessierte, die Vertreterinnen der Sozial- und Jugendbehörde sowie die Caritas und die AWO Karlsruhe gemeinsam die weitere Entwicklung planten. Ein beeindruckender Zeitstrahl und der Blick auf die Meilensteine verdeutlichte die bisherigen Erfolge sowie das große bürgerschaftliche Engagement und die intensive Zusammenarbeit. Wir sind verbunden durch eine gemeinsame Zukunftsvision und den Willen, eine funktionierende „Versorgungskette“ in Beiertheim und Bulach auf- und auszubauen.

Wir haben bereits wichtige Bausteine der Versorgungskette geschaffen:  das ehrenamtlich getragene Stadtteilcafé als Begegnungsort und Informations-Drehscheibe, den 14tägigen Mittagstisch, viele nachbarschaftliche Begegnungsaktionen, den trägerübergreifenden Runden Tisch Pflege, das neue Schulungsangebot zur Nachbarschaftshilfe.

Gearbeitet wurde zu fünf Themenbereichen, an denen wir in Beiertheim und Bulach gemeinsam arbeiten, hier einige Blitzlichter:

  • Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Familien: Themen und Bedarfe sind generationenübergreifend.  Notwendig sind bezahlbarer Wohnraum und Räume für Begegnung. Eine konkrete Idee, war, Schülerinnen und Schüler könnten älteren Menschen „Nachhilfeunterricht“ beim Umgang mit Computer und Smartphones geben.
  • Kommunikation & Begegnung: Sehr gelobt wurden die Angebote, die es bereits gibt. Angeregt wurde, den Mittagstisch auszubauen. Betont wurde, wie wichtig Ansprechpersonen sind: man braucht ein „Gesicht“ im Stadtteil, das schafft Vertrauen. Auch in dieser Gruppe entstand die Idee eines digitalen Services zwischen Jung und Alt.
  •  „Service-Wohnen“: Servicewohnen bedeutet, barrierefreie Wohnangebote mit Serviceangeboten zu kombinieren. Anders als beim Betreuten Wohnen sind Miete und Service unabhängig voneinander. Ein service- und bedarfsorientiertes Wohnen bietet unterschiedliche Servicebausteine, die in einer Wohneinheit mit barrierefreien Wohnungen oder zuhause in Anspruch genommen werden können.
  • Nachbarschaftshilfe: Nachbarschaftshilfe ist ein weites Feld: sie reicht von informellen Hilfen unter Nachbarn bis hin zu organisierter und von den Nutzerinnen und Nutzern im Rahmen des Entlastungsbetrags abrechenbare Nachbarschaftshilfe. Um die Nachbarschaftshilfe auszubauen, gibt es jetzt die im Beitrag von Frau Kricheldorff genannte Schulung.
  • Ambulante Pflege-Wohngemeinschaft: Eine Pflege-Wohngemeinschaft ist eine Alternative zu einem größeren Pflegeheim. Sie bietet die Möglichkeit, zusammen mit Gleichaltrigen zu leben und gemeinsam Unterstützung zu erhalten – ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit zu verzichten. Sie ist mit Unterstützung durch Angehörige verbunden und benötigt eine Anbindung an den Stadtteil und dessen Angebote. Sie kann Bestandteil der sozialräumlichen Versorgungskette sein.

Sie wissen, dass wir unser Bündnis gegründet haben, um auch mögliche Grundstücke für unsere Ziele zu sichern und zu nutzen. Auf der Zukunftswerkstatt wurde zur Freude aller deutlich, dass dies für die Litzenhardtstraße 109 sowie das Grundstück des Gesangvereins Frohsinn (Traube) in der Litzenhardtstraße in greifbare Nähe rückt, ebenso für das Gelände des AWO Bezirksverbandes Baden e.V. in der Hohenzollernstraße. Bis Jahresende 2022 werden verschiedene rechtliche Fragen geklärt sein.

Die Zukunftswerkstatt hatte eine tolle Atmosphäre und gab wichtige Impulse. Wir werden mit den Vorschlägen und Ideen weiterarbeiten. Das Protokoll zu Nachlesen finden Sie unter www.gutleben-beibu.de.

Text: Christine Dörner

Weitere Aktuelle Informationen von „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“ finden Sie auf der Homepage www.gutleben-beibu.de, auf den Internetseiten der Bürgervereine und in den Schaukästen.

Herzliche Grüße und Ihnen allen eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit.

Christine Dörner

info@gutleben-beibu.de.

christine.doerner@beiertheim.de

Danke an unsere Förderer: