Veröffentlichungen Allgemein

Mai 2021: Beitrag in den Bürgerheften Beiertheim und Bulach

Die Stadtteilkoordinatorin stellt sich vor

Viel Engagement, Motivation, Energie, kreative Aktionen im Stadtteil, Mittagstisch, Miteinander, Begegnung – all das habe ich schon im letzten Jahr „aus der Ferne“ von dem Bündnis „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“ mitbekommen.

Als Stadtteilkoordinatorin bin ich seit Anfang dieses Jahres viel näher dran am Geschehen und begeistert davon, was in den Stadtteilen bereits erreicht, angestoßen und geplant wurde. Meine Rolle besteht nun darin, das Bündnis in seinen Aktionen und Vorhaben von städtischer Seite zu unterstützen und das schon bestehende Netzwerk im Stadtteil zu stärken. Dies ist durch die Förderung „Quartiersimpulse“ von der Allianz für Beteiligung und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg möglich.

Zu meinen Aufgaben gehören zum Beispiel die Mitorganisation von Veranstaltungen, und die Unterstützung der verschiedenen Arbeitsgruppen aus dem Bündnis. Zentral ist meine Mitarbeit auch bei dem Thema, das das Bündnis schon lange beschäftigt: Die Entwicklung von Ideen und nachbarschaftlichen Konzepten für „Gute Pflege und Versorgung im Stadtteil“.

Darüber hinaus bin ich als Stadtteilkoordinatorin für die Stadtteile Mühlburg, Daxlanden und Oberreut tätig. Sie können sich vorstellen – so vielfältig wie diese Stadtteile sind, so vielfältig ist auch meine Arbeit!

Ich freue mich, wenn Sie bei der nächsten Gelegenheit im Rahmen von „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“ dabei sind!

Auch für andere Anliegen, die das soziale Miteinander im Stadtteil betreffen, stehe ich als Ansprechperson der Sozial- und Jugendbehörde zur Verfügung.  Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf!

Pia Tigges

Telefon: 0721 133-5758 (Dienstag bis Freitag), E-Mail: koordination.beibu@sjb.karlsruhe.de

 

Letter of Intent – Unterstützung der integrativen Quartiersentwicklung und Verbesserung der Situation zur Versorgung, Unterstützung und Pflege in Beiertheim und Bulach –

Warum ein Letter of Intent?

In Beiertheim und Bulach fehlen stationäre Pflegeplätze und Begegnungsräume. Wir setzen uns für Orte der Begegnung und eine bessere Pflege- und Versorgungssituation in unserem vertrauten Umfeld ein. Klar ist: Wir brauchen Räume, Grundstücke und Gebäude. Klar ist auch:  Dafür braucht es uns alle! Wir wollen das in einem Beteiligungsprozess auf Augenhöhe und in enger Zusammenarbeit mit Anbietern und mit der Stadt umsetzen. Um unsere Pläne voranzutreiben, haben wir eine Willensbekundung, einen sogenannten „Letter of Intent“ (LOI) geschrieben.

Oberbürgermeister Frank Mentrup, beide Bürgervereine, beide Kirchengemeinden, die AWO und die Caritas Karlsruhe sowie das Bauunternehmen Orbau haben ihn am 15. April 2021 unterzeichnet.

In dieser Willensbekundung bekräftigen alle, dass sie folgende Ziele unterstützen:

  • Leben in unterstützender, aufmerksamer Nachbarschaft;
  • Begegnungsräume und eine lebendige Begegnungsstätte für Jung und Alt;
  • Alt werden im vertrauten Stadtteil mit einem hervorragenden Netz aus nachbarschaftlicher Unterstützung, Beratungsangeboten, ambulanter und stationärer Versorgung sowie alternativen Wohnmöglichkeiten – ein Mehrgenerationenprojekt.

Wir setzen uns dafür ein, geeignete Grundstücke wie die Litzenhardtstraße 109 und die Hohenzollernstraße 22 in diesem Sinn sozial zu nutzen und die Nutzungsstruktur mit den Stadtteilen gemeinsam zu entwickeln. Darüber hinaus sollen weitere Räumlichkeiten erschlossen werden.

Wir haben viel auf den Weg gebracht. Auch wenn ein Letter of Intent natürlich kein bindender Vertrag ist: Wir haben eine starke gemeinsame Willenserklärung. Wir haben die breite Unterstützung der Gemeinderatsfraktionen. Der „LOI“ ist ein weiterer Meilenstein auf einem guten Weg.

Christine Dörner

 

Pflegen und Leben im Stadtteil

Wir setzen uns zurzeit intensiv damit auseinander, wie Pflegen und Leben in Beiertheim und Bulach aussehen kann – sowohl im Blick auf die oben genannten Grundstücksoptionen als auch insgesamt im Blick auf eine bessere Versorgung. Mit guten Beispielen für neue Formen von Pflege, Leben und Wohnen im Stadtteil haben wir am 25. März 2021 eine Veranstaltungsreihe gestartet. Wir informieren uns über gute Projekte und machen uns in einer sogenannten Lernwerkstatt gemeinsam ein Bild über gute Konzepte für unsere beiden Stadtteile. Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe im Rahmen des Förderprogramms „Quartiersimpulse“ statt. Wir freuen uns sehr über diese Förderung des Landes Baden-Württemberg und die tolle Unterstützung der Stadt Karlsruhe für Beiertheim und Bulach, auch durch unsere neue Stadtteilkoordinatorin Pia Tigges.

Bis Redaktionsschluss bekamen wir in zwei sehr inspirierenden und informativen Videokonferenzen Anregungen zu den Themen „Wie funktioniert Mehr-Generationen- Wohnen?“ und „Wie lassen sich Wohnen und Pflege vor Ort verbinden?“

Am 25. März erhielten wir Eindrücken aus Freiburg. Gerhard Kiechle, Bauverein Breisgau e.G., Freiburg, berichtete über verschiedene Formen von innovativen Formen von Leben, Wohnen und Pflege, die der Bauverein (eine Genossenschaft) entwickelt hat:

  • Mehr-Generationen-Quartier in Freiburg-Zähringen
  • Haus Lukas – Pflegen und Wohnen in Freiburg-St. Georgen
  • Mehr-Generationen-Wohnen mit anbietergestützter Pflegewohngruppe in Gundelfingen (der so genannte 3. Weg)
  • Neue Ortsmitte Schallstadt – Mehr-Generationen-Quartier mit Tagespflege und öffentlichen Quartiers- und Gemeinschaftseinrichtungen

Dargestellt werden 5 bemerkenswerte Beispiele. In allen hat intensivem Bürgerbeteiligung stattgefunden. Alle verbinden sich mit großem Bürgerengagement. Überall wird viel Wert auf eine aktive und fürsorgende Gemeinschaft gelegt. Besonders bemerkenswert sind Haus Lukas als Beispiel für Pflegen und Wohnen mitten im Stadtteil – ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Träger als auch den Prozess, ein Mehr-Generationen-Wohnen mit Pflegewohngruppe in Gundelfingen besonders bemerkenswert. Dort wurde mit den Menschen zusammen intensiv geplant und daraus ein Nutzungskonzept erstellt. Dieses Nutzungskonzept war Grundlage für einen Investorenwettbewerb. Den Vortrag von Herrn Kiechle haben wir unter www.gutleben-beibu.de veröffentlicht.

Am 13. April schauten wir uns ein Karlsruher Beispiel an: Wie funktioniert Mehr-Generationen-Wohnen mit 150 Menschen im Karlsruher Quartier am Albgrün? Wie wird das lebendige Miteinander gefördert? Helga Moysich und Horst Babenhauserheide, die im Albgrün wohnen und sich dort vielfältig ehrenamtlich engagieren, stellten uns das Projekt vor. Interessant ist die Mischung: Es gibt dort sowohl Wohnen in Genossenschaft, Miete und in Eigentum. Von vornherein wurden Gemeinschaftsräume eingeplant. Arbeitsgruppen und ein Albgrün-Verein setzen sich für das aktive gute Miteinander und Aufeinander-Achten ein.

Besonders bemerkenswert fand ich das Konzept, eine gut ineinandergreifende Nachbarschaftsunterstützung für Hilfebedürftige aufzubauen. Wird bemerkt, dass jemand unterstützungsbedürftig wird, gibt es eine Kette aus Information und Kontakt zu Angehörigen: Unterstützung durch eine/n Nachbarn*in – Besprechung zum Unterstützungsbedarf im häuserübergreifenden Koordinierungskreis und in der Arbeitsgemeinschaft Nachbarschaftshilfe – Kontakt zum Quartierspflegedienst – Kontakt zum Arzt vor Ort und Verordnung der Medikamentengabe durch den Quartierspflegedienst –  individuelle Unterstützung durch ein Nachbarschaftsbudget (z.B. 3 Stunden wöchentlich) und Kontakt zur Tagespflegeeinrichtung.

Weitere Infos sind unter https://www.am-albgruen.de/ zu finden.

Über die Veranstaltung Ende April und die Ergebnisse der Lernwerkstatt vom 8. Mai informieren wir im nächsten Heft.

Christine Dörner

 

Ostern 2021

Oh du dickes Ei!

Da hatte doch der Osterhase tatsächlich vor Ostern schon viele dicke Eier zur Kita „ Bienenkörbchen“ gebracht. So viele, dass sie das Bienenkörbchen gar nicht alle fassen konnte. Was nun?

Die Bienenkönigin fragte die alten Hasen aus der Begegnungsstätte für Jung und Alt um Rat. Gerne sprangen die alten Hasen ein. Fröhlich verteilten sie die XXL Überraschungseier ringsherum an Menschen in Beiertheim und Bulach, die sich wie fleißige Bienen einsetzen für gutes Zusammenleben.

Diese emsigen Menschen konnten sich nun entscheiden: brüte ich das Ei im eigenen Nest aus oder fülle ich es neu mit dem eigenen Gelben – vom – Ei und gebe es weiter.

So wurden einige dicke Überraschungseier ins Rollen gebracht! Wo sie wohl gelandet sind?

Endlich wieder einmal gemeinsam essen! Das ist ein großer Wunsch. Wegen Corona hat unser beliebter Mittagstisch in der Paul-Gerhardt-Gemeinde im Stephanienbad seit einem Jahr Zwangspause. Gründonnerstag fand erstmals wieder ein gemeinsames Essen – etwas anders – statt:

Die Pandemie hat ihre eigenen Gesetze – ein anderer Gründonnerstag  

Vieles geht nicht – einiges geht doch: So war es dann doch erlaubt an Ostern Gottesdienste zu feiern. Und auch das erste Mal seit langer Zeit wieder mit Abendmahl!

Gemeinsames Essen, wie sonst üblich ging allerdings nicht so wie gewohnt. Deshalb ging es eben anders an diesem Gründonnerstag 2021. Die 60 Portionen Couscous für St. Michael und für Paul-Gerhardt wurden in Zweiergruppen oder allein zuhause gekocht, verpackt und im Anschluss an die Gottesdienste zum Mitnehmen bereitgestellt (alles unter den geltenden Hygieneauflagen).

An jedem Essensgefäß war folgende Einladung angeheftet: „Lassen Sie uns gemeinsam heute Abendessen! Nach dem Gottesdienst treffen wir uns online unter http://www.zoom……“

Und so war es dann auch, zwar total ungewohnt und neu, aber wohl niemand wird dieses Abend-Mahl in Coronazeiten vergessen. Die Freude über das, was eben doch möglich war, stand uns allen ins Gesicht geschrieben! (Hier wäre jetzt Platz für mindestens 60 Smileys!)

Elisabeth Webler

 

Hilfe beim Impfen 

Barbara Eichler hat sich sehr früh engagiert, um Menschen dabei zu helfen, Impftermine zu bekommen. Sie hat bereits seit Februar nicht nur unermüdlich Termine organisiert, sondern auch Menschen nach Rheinstetten gefahren. Ich habe sie nach ihren Erfahrungen gefragt: Was hat Dich auf die Idee gebracht, privat Hilfe anzubieten?

Gleich zu Beginn der Impfaktion habe ich mich gefragt, wie denn gerade die Älteren das alles regeln sollen. Dann kam automatisch die Idee, da zu unterstützen. Ich wollte nicht warten, bis sich von außen etwas tut, das hat mir zulange gedauert. Für mich ist es selbstverständlich und auch ein Teil des nachbarschaftlichen Füreinander. Eben auch ein Ziel von „Gut leben ….“.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Nur gute, ich habe mich sehr über das Echo gefreut. Über das Nebenan.de-Portal kamen viele positive Rückmeldungen und daraus hat sich dann eigenständig auch ein kleiner Infoaustausch ergeben, mit Tipps und Fragen, aber auch Angebote, Menschen zum Impfen zu fahren. So hat sich auch ein neuer Kontakt zur Unterstützung unseres Bündnisses ergeben. Ich werde weitermachen und natürlich nicht nur beim Impfen unterstützen, es macht sehr viel Freude.

Wie haben die Menschen Dein Hilfsangebot gefunden?

Die erste Anfrage kam durch die Praxis Dr. Koch. Die meisten Anfragen waren über das Pfarrblatt oder nebenan.de gekommen, fast alles Bulacher Bürger. Alle waren sehr dankbar, ich habe die Nachbarn teilweise persönlich kennengelernt und weitere Hilfe angeboten. Wir haben telefoniert und alle Gespräche sind eine Bereicherung gewesen.

Wie viele Menschen hast Du gefahren?

6 Nachbarn sind durch mich an einen Termin in den Zentren gekommen und inzwischen zum Teil zwei Mal geimpft. Ich habe immer den Fahrdienst angeboten, aber bis jetzt sind alle selber zum Impfen gefahren. Ich habe Ihnen meist die Unterlagen zukommen lassen, denn sie haben oft keinen Drucker oder ein Smartphone! Nach der Impfung bekam ich einen Anruf, wie es ihnen ergangen ist. Einige Anwärter haben inzwischen beim Hausarzt einen Impftermin und mich dann gleich angerufen.

 

Viel Natur in Beiertheim und Bulach!

Der Frühling ist da, uns zieht es in die Natur. Nicht nur viele Pflanzen kommen aus der Erde und blühen, auch kleine Tiere krabbeln und fliegen herum und suchen Futter.

Wir wollen das Thema Natur, Artenvielfalt für Pflanzen und Insekten sichtbar machen. Mit giftfreien Pflanzen erhalten wir die Insekten und damit auch unsere Nahrung. Uns ist wichtig, auch die ganz Kleinen mitzunehmen und zu erklären, was die Natur braucht, damit alles im Gleichgewicht ist. Wir haben Kontakt zu Kitas, Horte und Schulen aufgenommen und sie in dieses Naturprojekt eingebunden.

Ein buntes Miteinander wird uns Nachbarinnen und Nachbarn bis zum Herbst begleiten. Ab Mai gehen wir wieder durch die Nachbarschaft, um viele Infos zu diesem Thema, aber auch andere Überraschungen zu verteilen. Am 20. Mai ist der „Weltbienentag“ und am 28.Mai ist wieder der „Tag der Nachbarn“. An diesen Tagen sind wir auf den Straßen zu treffen und freuen uns wieder auf schöne Begegnungen.

Wenn Corona es zulässt wollen wir die Imker aus den Stadtteilen besuchen und viel über die Honigbienen erfahren. Auch ein Fotowettbewerb ruft zur Suche nach kleinen Insekten auf, die dann auch bestimmt werden können. Vielleicht gibt es eine Ausstellung mit dem NABU, falls es Corona erlaubt. Parallel dazu läuft die öffentliche Pflanzaktion „Wir tun was für die Bienen“, die einen großen Beitrag zu diesem wichtigen Thema leistet.

Wir freuen uns auf einen vielfältigen Sommer!

Barbara Eichler

 

Aktuelle Informationen von „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“ finden Sie auf der Homepage www.gutleben-beibu.de, auf den Internetseiten der Bürgervereine und in den Schaukästen. Die nachbarschaftlichen Aktionen werden auch bei www.nebenan.de angekündigt.

Melden Sie sich gerne, wenn Sie eine Frage haben und / oder Lust haben, mitzumachen.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Christine Dörner

christine.doerner@beiertheim.de

info@gutleben-beibu.de